Bastian Baker in Berlin

Sowas nenn ich Schicksal! Das war defintiv Bestimmung. Immerhin hatte ich dieses Wochenende fürs Penpalling & Letters-Treffen seit Monaten geplant, welches am Samstag stattfinden sollte. Und dann drei Tage vor Abflug les ich auf Facebook Bastian Baker veröffentlicht in Deutschland und Österreich sein erstes Album „Tomorrow May Not Be Better“ und spielt an dem Freitagabend, 23. Mai, ein Showcase in Berlin – nur 2,2 km von unserem Hostel. Ich fiel ja fast vom Stuhl.

Gut, ich sass am Freitagmorgen im Zug Richtung Berlin. Lustigerweise wäre der Zug tatsächlich direkt nach Berlin gefahren – aber mein Ziel war der Flughafen. Ich war noch nicht in Basel angekommen, als ich mich entschied, dass ich definitiv an dieses Showcase gehen musste. Ich bin im Zug sicher rot geworden, als meine Kollegin „ich hab mich schon gewundert, dass du deine Füsse so lange stillgehalten hast“ auf meine Nachricht antwortete, ich würde einen kurzen Umweg  zu unserem Pre-Meeting machen. Um 16.30 Uhr in Berlin gelandet, Gepäck im Hostel abgeladen und ab zum Dussmann Kulturkaufhaus. Ich hatte null Ahnung was mich da erwarten würde, wie bekannt Bastian Baker da in Deutschland eigentlich ist, oder da in Berlin. Immerhin hatte er am Tag der Deutschen Einheit vor Millionen von Zuschauern gespielt, war mit 77 Bombay Street durch Deutschland auf Tour gewesen, war schon bei Joiz Germany und ist momentan als Support von Kids of Adelaide durch Deutschland auf Tour. Einige würden da ja mindesten schon von ihm gehört haben.

Bastian & Raphael in BerlinIm Kaufhaus Dussmann geht dann ganz hinten im Parterre eine Treppe runter, die zu einem kleinen Café führt, in der Ecke davon steht eine Bühne. Es waren wohl schliesslich rund 50 Leute anwesend und haben Bastian zugehört. Ich fühlte mich rund 3 Jahre zurückversetzt in die Zeit, in der Bastian damals in der Schweiz begann. So ein richtiges Flashback. Er alleine mit seiner Gitarre. Kleine, feine Showcases und Supportshows. Kein riesen Ansturm und mit Chance, dass man ihn nach dem Konzert noch antraf, sich in Ruhe unterhalten konnte. Kein Gestresse und genügend Zeit. Es fühlte sich schon etwas seltsam an, dazusitzen, keiner kannte die Songs so richtig, oder nur so 1-2 Titel. Die Rede war vom neuen, ersten Album. Er war ganz schön geschwäzig während dem rund 40minütigen Auftitt. Vielleicht doch etwas nervös? Aber gut gelaunt. Er präsentierte Lieder vom neu veröffentlichten Album „Tomorrow May Not Be Better“, aber auch vom 2. Album „Too Old To Die Young“. Das zweite wird allerdings in Deutschland voraussichtlich erst 2015 veröffentlicht werden. Die Leute schienen nicht nur Bastian sofort zu mögen sondern auch seine Musik. Ich grinste, als er mit „Colourful Hospital“ begann. Gut, es ist das erste Lied auf dem Album. Aber trotzdem: Von den fast 40 Konzerten, die ich von ihm gesehen hab, hat er wohl so eine Show anders begonnen. Soll nicht anders sein 🙂 Nach dem Showcase gab es noch eine Autogrammstunde, man konnte sein Album kaufen. Und ehm nein, ich habs nicht nochmals gekauft, auch wenn mir das neue Cover besser gefällt. Die Tracklist ist die Selbe ;-).

Es war schön mich einen Moment dann mit Bastian’s Manager Raphael und ihm zu unterhalten. Ich kriegte einen Eindruck, wie es in den letzten Wochen und Monaten für die Band in den diversen Ländern lief und was in naher Zukunft so ungefähr auf sie zukommen sollte. Es gab eine Zeit, da konnte ich den Tourplan von ihnen noch so auswendig. Das hat sich etwas geändert. Es ist langsam schwer noch mitzukommen, wo er gerade steckt. – Jaja, da muss man fangs ins Ausland, damit man seine Lieblingsmusiker mal wieder trifft 😉 – Langweilig wird es Bastian und der Band garantiert nicht werden und ich bin gespannt, wie es in Deutschland für ihn nun so laufen wird. 100’000 verkaufte CDs bis zu Gold – das müsste doch bei rund 81 Mio. Einwohner zu schaffen sein ;-). Ich bin ja schon am überlegen, ob ich nicht doch im Herbst nochmals zum Konzert fliege – es war allgemein toll in Berlin in diesen 3 Tagen.

Auf jeden Fall viel Erfolg, Bastian! 🙂

 

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