Herbert Grönemeyer im Stade de Suisse Bern

Jeder, der mich kennt, weiß, dass es für mich ungewöhnlich ist, erst 2 Stunde nach Türöffnung an einem Konzert zu erschein. Als ich mit einer Freundin und ihrer Mutter ankam, fragte ich mich nervös: Würde ich trotzdem einen guten Platz bekommen? Es gibt nichts Schlimmeres, als bei einem Konzert nicht genug zu sehen. Ich könnte dann auch gleich zu Hause bleiben und es mir auf DVD ansehen.

Als wir zuerst Essen und Trinken holten, entdeckte ich die coolen Merchandise-Becher, die sie verkauften. Es gab grüne Becher mit einem Grönemeyer-Schriftzug und holte mir auch den mit dem Grönemeyer-Bild. Eigentlich ziemlich überraschend, dass ich die Show überlebt habe, ohne auf die Toilette zu gehen, da ich so viel Eistee getrunken habe. Besonders weil die Show endlos schien…

Norman Sinn starten den Abend

Norman Sinn, ein deutscher Musiker und Rapper aus Erfurt, eröffnete den Abend. Die Band war nicht schlecht, werden aber wahrscheinlich nicht zu meinen Favoriten werden. Im vergangenen Jahr hatte er zusammen mit Ryo und dem Song „Planlos“ am Bundesvision Song Contest teilgenommen. Sie wurden Sechste.

Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort

Plötzlich schienen die Security Leute in den goldenen Kreis zu lassen.  So bekamen wir mit unseren normalen Stehplätzen einen unglaublich tollen Platz im Golden Circle. Sie hatten offensichtlich nicht genug Tickets verkauft. Ich hatte gehört, dass sie nur rund 27’000 Tickets verkauft haben. Also ja, es war noch lange nicht ausverkauft.

Es war gegen 20.30 Uhr, als Herbert Grönemeyer schließlich die Bühne betrat und seine Show mit dem Song „Schiffsverkehr“ begann. Es schien, als würde es anfangen zu regnen, aber es gab nur ein paar große Tropfen. Sobald es begonnen hatte, hörte es glücklicherweise schon wieder auf. Grönemeyer stand dort in schwarzer Jeans, schwarzem Hemd und grauer Jacke sowie rot-orangenen Turnschuhen, spielte Gitarre, wurde von seiner Band und drei Background-Sängern begleitet.

Sie fuhren mit „Kreuz meinen Weg“ fort und gleich nach einem meiner Lieblingslieder folgte „Fenrweh“. Hit für Hit wurde gespielt und vor allem mit seinem 17. Song „Mensch“ hatte er jeden in seinen Bann gezogen. Seine Art zu sprechen, zu singen, zu spielen und zu tanzen, wie er seine Instrumente spielte – was für ein talentierter Mann. Und ich wusste, nachdem ich ihn einige Wochen zuvor in den SF-Studios getroffen hatte, dass er wirklich anders zu sein schien, als ich ihn mir immer vorgestellt hatte. Er ist einfach total cool! Ich war überwältigt.

3 Stunden und kein Ende in Sicht

Wenn ihr denkt, dass er nach „Flugzeuge im Bauch“ aufhörte, da 23 Songs schon so viele waren, liegt ihr falsch. Grönemeyer schien nicht aufhören zu wollen und wir dachten bereits, dass er für immer weitermachen würde. Eine Zugabe nach der anderen folgte. Jedes Mal, wenn es schien, als würde er die Bühne jetzt verlassen, sie fertig waren, kam er zurück und fügte einen weiteren Song hinzu.

Nach mehr als 3 Stunden ging die Show doch noch zu Ende. Aber du hattest immer noch den Eindruck, dass er noch länger hätte weitermachen können. Es waren 32 Songs, die er während seiner Show gespielt hatte. Alle, die da nicht dabei waren, verpassten echt eine unglaubliche, unvergessliche und großartige Show.

Danke, Herbert „Gröni“ Grönemeyer! Danke!

Infos zu Herbert Grönemeyer findet ihr hier: www.groenemeyer.de

 

Setlist (ohne Gewähr):

  1. Schiffsverkehr
  2. Kreuz meinen Weg
  3. Fernweh
  4. Halt mich
  5. Bochum
  6. Musik nur, wenn sie laut ist
  7. Stück vom Himmel
  8. Deine Zeit
  9. Zu dir
  10. Männer
  11. Was soll das
  12. Der Weg
  13. Auf dem Feld
  14. Kopf hoch, tanzen
  15. Wäre ich einfach nur feige
  16. Alkohol
  17. Mensch
  18. Bleibt alles anders
  19. Zum MeerZUGABE
  20. Land unter
  21. Demo (letzter Tag)
  22. Zeit, dass sich was drehtZUGABE 2
  23. Flugzeuge im Bauch
  24. Glück
  25. So wie ichZUGABE 3
  26. November
  27. Lass es uns nicht regnen
  28. Vollmond
  29. Unfassbarer Grund
  30. MamboZUGABE 4
  31. Moccaaugen
  32. Bloss geliebt (Tour-Premiere)
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